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Monarchie (über franz. monarchie aus griechisch: monarkhÃa "Alleinherrschaft") ist eine Staats- und Regierungsform, bei der eine Einzelperson eine häufig von einem Gott abgeleitete Autorität zugesprochen wird, die seiner Herrschaft über den persönlichen Machtbesitz hinaus legitimiert.
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Ich hatte viel von Icke gehört, bevor ich dieses Buch gelesen habe. Und ich habe es sehr gründlich gelesen,... Geschichtliche Entwicklung | |
Die Art von Monarchie, welche sich durch den Bezug auf eine Gottheit legitimiert, kann bis in das alte Ägypten zurückgeführt werden, wo der Pharao als Gott verehrt wurde. Ähnliches gilt für das kaiserliche System in China, das dem Herrscher als Sohn des Himmels (Pinyin: tiānzi ) genannte, in seiner Herrschaft ein Mandat des Himmels erblickte und ihm dadurch absolute Macht verlieh.
Zur gelegentlich vorkommenden Doppelmonarchie siehe Dyarchie.
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Wahlmonarchie und Erbmonarchie | |
Die Wahlmonarchie (mit häufig eingeschränktem Kandidaten- und Wählerkreis) scheint historisch älter als die Erbmonarchie zu sein, die die Bürgerkriegsgefahr bei der Erbfolge erfolgreich verringerte. Bis zu ihrem Ende waren eine Wahlmonarchie das Königreich Polen und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, gegenwärtig (2004) sind es noch Malaysia, die Vatikanstadt und formal auch noch das Fürstentum Andorra.
Bis zur Christianisierung Europas ist hier meist eine Form der Wahlmonarchie zu finden. Germanische wie keltische Stämme haben ihre "Häuptlinge" die zwar in der Regel mächtigen und einflussreichen Familienclans entstammen aber keine automatische Erbfolge kennen. Beim Tod eines "Häuptlings" wurde einfach ein neuer durch verschiedene Rituale (Thing, Schilderhebung) gewählt oder proklamiert. Auch wenn einen Anführer das "Königsheil" verlassen hatte, wurde er einfach durch einen neuen ersetzt. In der sächsischen Ordnung wurde sogar ca. für die Zeit eines Krieges, eines Feld- oder Beutezuges ein Herzog gewählt, der nach Ende dieses Krieges wieder zu dem einfachen Freien wurde. Eine andere Herrschaft wurde von den freien Bauernkriegern abgelehnt.
Diese vor-feudalistische Ordnung, die teilweise durchaus demokratische Züge hatte, fand ihr Ende mit der Christianisierung. Als in dem Römischen Reich Kaiser Konstantin der Große zu dem Christentum konvertierte begann eine unheilige Allianz zwischen Kirche und Macht. Die Kirche legitimierte die absolute Herrschaft und die Erbfolge mit der Ideologie der Herrschaft "von Gottes Gnaden". In dem Gegenzug sicherte sich die Kirche selbst dadurch eine priviligierte Stellung und Partizipation an der Macht, die sie bis zur französischen Revolution nicht wieder hergeben würde.
Europa wird in dem Mittelalter zunehmend von Erbmonarchien beherrscht: Der Monarch steht dort an der Spitze eines Gefüge regional mehr oder weniger homogener Herrschaftsgebiete, die als Lehen an Gefolgsleute vergeben worden sind. Dieses Feudalsystem bildet die Grundlage der Verwaltung und des Militärwesens in den beherrschten Gebieten, leidet jedoch am zunehmenden Anspruch der Lehnsleute, selbst in Erbfolge über ihre Gebiete zu verfügen und aus diesen wiederum an Gefolgsleute Lehen zu vergeben. Bis zu dem Aufziehen früher Formen des modernen Staats verliert der europäische Monarch daher faktisch stets weiter an Macht an den so gebildeten feudalen Adel.
Buch-Tipp: Die Windsors. Glanz und Tragik einer fast normalen Familie Das Beste, was auf Deutsch zu dem Thema zu haben ist Tom Levine ist es gelungen, mit "Die Windsors" eine komplexe Familien- und Landesgeschichte flüssig zu erzählen und Fakten und Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen. Das Buch steckt voll interessanter Details, ohne das Ganze aus dem Blick zu verlieren. Es ist flott und nicht ohne Witz geschrieben... |
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Mit dem Entstehen des modernen Staats bilden sich in Europa der Neuzeit drei Formen der Monarchie heraus:
Buch-Tipp: Englands Königinnen. Von den Tudors zu den Windsors. Etwas stereotyp - gelegentlich flüchtig! Um das Positive an dem Buch vorwegzunehmen: es bietet eine vollständige Aufzählung aller englischen Königinnen, angefangen bei der Mutter Heinrichs VIII. (obwohl seine beiden Großmütter um einiges skandalträchtiger und brennend interessant gewesen wären. ) Womit ich aber leider schon zu dem "Aber" kommen... |
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In dieser Form besitzt der Monarch dem Anspruch nach die alleinige Staatsgewalt; der Adel verliert seine Position in dem Feudalsystem in dem Austausch gegen Privilegien in dem Staats- und Militärwesen. Das bekannteste Beispiel für den Anspruch auf absolute Herrschaft des Monarchen ist der Sonnenkönig Ludwig XIV., dessen Selbstverständnis L'état, c'est moi (deutsch: der Staat bin ich) als geradezu prototypisch für diese Entwicklung angesehen werden kann. Der absolute Machtanspruch ist auf Dauer jedoch nicht gegen den Adel und das aufstrebende Bürgertum durchzusetzen; dort wo die Monarchie überlebt nimmt sie Elemente der Republik oder Demokratie an. Die letzten noch (2004) bestehende absolute Monarchie ist Saudi Arabien und die Vatikanstadt.
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Konstitutionelle Monarchie | |
In dieser Form der Monarchie ist die Macht des Monarchen nicht mehr absolut (uneingeschränkt), sondern von der Verfassung geregelt. Die Regierung aber wird zusätzlich vom Monarchen und nicht von einer Volksvertretung bestimmmt. Ein Beispiel dafür ist das kaiserliche Deutschland 1871 bis 1918 bzw. Liechtenstein heute.
Buch-Tipp: Kaiser Franz Joseph. 1830-1916 Mythos und Wahrheit klein aber fein Das kleine Büchlein beschreibt das Leben von Kaiser Franz Joseph seit seiner frühesten Kindheit an, auch seine Erziehungsmethoden und Beziehungen zu seiner Mutter Erzherzogin Sophie, Kaiserin Elisabeth und seinen Kindern (wobei er erst zu seinen Enkeln eine herzliche Beziehung hatte). Das Bild ist gut bebildert und erzählt auch... |
Parlamentarische Monarchie | |
Die Parlamentarische Monarchie ist aus der Konstitutionellen Monarchie entstanden. In ihr werden die Staatsgeschäfte de facto nicht mehr vom Monarchen, sondern vom Parlament und der Regierung geführt, obwohl de jure stets noch ein beträchtlicher Einfluss des Monarchen gegeben sein kann. Diesem kommen jedoch zumeist ca. noch repräsentative Aufgaben zu. Ältestes Beispiel ist hierfür Großbritannien, aber auch in dem Commonwealth in Australien, Neuseeland oder Kanada, in Europa auch in Belgien, Dänemark, Luxemburg, Norwegen, den Niederlanden, Schweden und Spanien ist diese Staatsform anzutreffen.
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